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Krieger- und Soldatenkameradschaft Kottingwörth

 
 

1. Das Kriegerdenkmal

Das Denkmal für die Vermissten und Gefallenen des I. Weltkrieges aus Kottingwörth und den drei Filialen der Pfarrei, nämlich Grögling, Leising und Vogelthal, wurde am 24. August 1924 von Pfarrer Michael Bernhard eingeweiht. Es befindet sich bis heute innerhalb des Friedhofes an der nördlichen Mauer des alten Schulhauses.
Die Basis der Gedenktafel mit den eingemeißelten Namen schmückte das Bildnis „Christus segnet einen sterbenden Krieger“, das bei der Erweiterung des Denkmals nach dem II. Welt-krieg leider verloren gegangen ist. 1953 war die Erweiterung für die Gefallenen und Vermissten des II. Weltkriegs aus Kottingwörth, Grögling und Leising durch den Steinmetzmeister Bacherl aus Berching fertig gestellt und wurde am Pfingstmontag von Pfarrer Andreas Mayer eingeweiht. Um die Pflege des Denkmals hat sich vor allem die Familie Schuster verdient gemacht. Bereits 1985 wurde Anna Schuster vom 1. Vorsitzenden Hans Paulus ein Präsent für die vorbildliche Pflege des Kriegerdenkmals überreicht. Bis zum heutigen Tag ist ihr das ein Herzensanliegen geblieben.

Kriegerdenkmal ab 1924 und nach dem 2. Weltkrieg

 

2. Die Vereinsfahnen

Der Kriegerverein Kottingwörth hatte bereits vier Fahnenweihen bzw. Nachweihen. Wie bereits erwähnt, fand die erste am 24. August 1924 statt. Die beiden Fotos zeigen Eindrücke vom damaligen Festzug, der gerade zur Gastwirtschaft Paulus, später Stiegler, abbiegt.

Die alte Fahne zeigt auf der einen Seite den Kirchenpatron St. Vitus und auf der anderen das damalige Bayerische Staatswappen. Sie wurde 1985 restauriert und am 9. Juni desselben Jahres durch Pfarrer Ferdinand Albrecht neu geweiht. Den Mittelpunkt des Festes mit vielen geladenen Ehrengästen und Nachbarvereinen bildete der Trefferstadel.

Nach Aussagen von Franz Langecker, seit über 50 Jahren Vorsitzender des Kriegervereins Vogelthal, sei die gemeinsame Kottingwörther und Vogelthaler Fahne nach dem II. Weltkrieg sehr verwahrlost gewesen. Als die Vogelthaler im Dezember 1954 ihren eigenen Verein gründeten, konnten sich die 23 Mitglieder noch keine eigene Fahne leisten. Bei ihrer Neugründung war ihnen aber schriftlich das Recht garantiert worden, die Fahne bei Begräbnissen und Fahnenweihen mitbenützen zu dürfen – allerdings mit der Auflage, dass sie in Kottingwörth abgeholt und dann wieder zurückgebracht werden muss. Franz Langecker erinnert sich, dass seine Schwiegermutter die an den Rändern arg ausgefranste Fahne notdürftig repariert habe, sodass sie bei öffentlichen Anlässen wieder verwendet werden konnte. Ab 1958 sind dann die Kottingwörther mit ihrer neuen und die Vogelthaler mit der alten Fahne aufmarschiert, bis sie sich im Jahr 1968 eine eigen anschaffen konnten.
Seit 1958 haben die Kottingwörther also zwei Fahnen, denn bevor die alte 1985 fachmännisch renoviert wurde, hatte man bereits eine neue anfertigen lassen. Sie zeigt auf der Vorderseite die Front der Kottingwörther Pfarrkirche und auf der Rückseite zwei Soldaten am Grab eines gefallenen Kameraden- umsäumt vom weißblauen bayerischen Rautenmuster.

Willibald Betz, selbst stellvertretender Vorsitzender des Kriegervereins, begann im Jahr 1989 seinen Zeitungsbericht über die Jahresversammlung so: „Die Kriegerfahne ist keine Augenweide mehr“. Die größtenteils aus Seide bestehende Fahne sei bereits vor einigen Jahren renoviert worden, sei aber schon wieder brüchig. Es wurde beschlossen, einen Gutachter zu Rate zu ziehen. Letztendlich kam es dann zu einer Generalsanierung und zu einer Nachweihe der Fahne am 21. Juli 1991 durch Pfarrer Reinhard Pasel.


Neue Vereinsfahne
von 1958