Pfarrgemeinderat kämpft gegen nachlassenden Kirchenbesuch an

Beim Jahresabschlussgottesdienst in der Kottingwörther Pfarrkirche St. Vitus blickte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Schmidt auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Dem Überblick über die zahlreichen Aktivitäten folgten sowohl Worte des Dankes an die Geistlichkeit und an die zahlreichen Mitarbeiter und Unterstützer in der Pfarrei als auch der Ausdruck der Sorge über die deutlich gesunkenen Zahlen der Gottesdienstbesucher und über die nachlassende Bereitschaft, sich aktiv zu engagieren.

An der diesbezüglichen Umfrageaktion in den letzten Wochen haben sich laut Schmidt 28 der insgesamt 450 teilnahmeberechtigten Personen in der Pfarrei beteiligt. Der dabei erkennbare große Wunsch, die Abendmesse in den Wintermonaten früher zu halten, sei mit dem Beginn um 18 Uhr bereits umgesetzt worden. Der Wunsch nach einem Kirchenchor bedürfe jedoch der größeren Beteiligung der Gläubigen. Demnächst würden einige Kritikpunkte im Pfarrgemeinderat diskutiert, zum Beispiel die modernere Gestaltung von Gottesdiensten oder auch die monierte mangelnde Gesprächsbereitschaft der Geistlichen. Ideal wäre hier eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Pfarrgemeinderat. Erfreut zeigte sich Marianne Schmidt über die positiven Äußerungen zur laufenden Kirchenrenovierung. Allerdings bestehe auch die Gefahr, dass aufgrund des mangelhaften Gottesdienstbesuchs das weithin bekannte Kirchengebäude zunehmend zu einem „Museum für die Touristen“ werde.

Von den veranschlagten Gesamtkosten von 366000 Euro für die Kirchenrenovierung seien inzwischen über 102000 ausgegeben worden, wobei der staatliche Anteil gut 62000 Euro und der Anteil der Kirchenstiftung gut 10000 Euro betrage. Man sei zuversichtlich, dass die weiteren „eingefrorenen“ staatlichen Gelder im nächsten Jahr fließen und so die Sanierung wie geplant abgeschlossen werden könne. Bei den Kollekten seien knapp 10000 Euro zusammengekommen, wofür sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende herzlich bedankte.

Während des Gottesdienstes mit Pater Joseph Alangattukaran wurden die neun Firmlinge, die sieben Erstkommunionkinder und die drei Verstorbenen in die Fürbitten mit eingeschlossen. Den sieben Taufen standen in der Pfarrei Kottingwörth zwei Kirchenaustritte gegenüber. Kirchliche Eheschließungen gab es keine.


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verfasst von Josef Wittmann; veröffentlicht am 23.12.2011 von Josef Wittmann