Johann Rieger zum Ehrenvorstand ernannt |
Im Mittelpunkt der diesjährigen Saisonabschlussfeier des FSV Kottingwörth stand weniger die sportliche Bilanz, als vielmehr die Ehrung von Johann Rieger, der im März 2010 sein Amt als erster Vorsitzender an Erwin Eibner abgegeben hatte. Aufgrund seiner unvergleichlichen Verdienste für den FSV wurde er von der neuen Vorstandschaft zum „Ehrenvorstand auf Lebenszeit“ ernannt. Unvergleichliche Verdienste Seit nunmehr 30 Jahren war und ist Johann Rieger im Verein aktiv. „Er hat ihn maßgeblich geprägt, mit Leib und Seele Tag und Nacht aufopferungsvoll bis zur Belastungsgrenze für ihn gearbeitet“, so fasste Erwin Eibner sein Verdienste zusammen. Das letzte Großprojekt war der Bau eines neuen Sportplatzes, der im Juli 2008, ein Jahr vor der 60-Jahr-Feier des FSV, eingeweiht werden konnte. Bereits als aktiver Spieler übernahm Johann Rieger Verantwortung und war von 1982 bis 1992 Spielleiter der ersten Mannschaft, von 1985 bis 1987 sogar ihr Trainer. Ab 1992 bekleidete er das Amt des zweiten Vorsitzenden, ehe er dann von 2000 bis 2010 an die Spitze des Vereins trat. Dabei besagen diese offiziellen Ämter letztlich nur wenig über sein tatsächliches Engagement. Denn „Mr. FSV“, wie er anerkennend tituliert wurde, war immer weit über seinen eigentlichen Tätigkeitsbereich hinaus aktiv. So war er in den vergangenen 10 Jahren zusätzlich als Jugendbetreuer tätig, seit 20 Jahren organisiert er nicht nur den Verkauf von Getränken und diversen Stärkungen am Sportplatz, meistens sah bzw. sieht man ihn auch selbst hinter dem Grill oder der Theke stehen. Ein großes Anliegen war und ist ihm die Sportplatzpflege, sodass er in seiner knappen freien Zeit auch oft selbst den Rasen mähte und an trockenen Tagen das Gießen bewerkstelligte, das heißt sich um die mehrmalige Umstellung der Regner auf dem Platz kümmerte. Gab es am Aufsitzmäher etwas zu reparieren, war er selbst zur Stelle. Gewiss ist er immer auch von mehreren Mitgliedern unterstützt worden, aber die treibende Kraft war er, die Verantwortung übernahm er. Auf ihn war immer Verlass. Im Winter organisiert er seit Jahren das Skiwochenende in Südtirol. In seine Amtszeiten als erster und zweiter Vorsitzender fiel die aufwendige 50-Jahr-Feier mit einer großen Open-Air-Veranstaltung, die Anlage und Pflasterung bzw. Asphaltierung des Parkplatzes beim Vereinsheim, dessen Innenrenovierung und Außendämmung sowie die Überdachung der Terrasse. Dass er beim Fangnetzbau und bei der Anbringung der Bandenwerbung wie überall an vorderster Front mit dabei war, muss eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Man möchte fast sagen, dass er nebenbei auch noch aktiv Fußball in der Ersten und später in der Reserve spielte. Auch hier steht er mit weit über 1000 Spielen als Vorbild an der Spitze des Vereins. So wie man ihn kennt, darf man davon ausgehen, dass noch etliche hinzukommen, denn nach wie vor jagt er dem runden Leder in der AH hinterher. Mit Hans Kammerlander unterwegs und vom DFB geehrt Für all diese Verdienste wurde er jetzt zum „Ehrenvorstand auf Lebenszeit“ ernannt. Außerdem spendierte der Verein dem begeisterten Bergwanderer eine Tourenwoche mit dem weltbekannten Südtiroler Bergsteiger Hans Kammerlander in dessen Heimat Sand in Taufers im Ahrntal. Bereits im November 2010 wurde Johann Rieger vom Deutschen Fußballbund „für seine vorbildlichen ehrenamtlichen Leistungen im Fußballsport“ auf Schloss Theuern bei Amberg in besonderer Weise geehrt. Weitere Ehrungen und sportliche Bilanz Bei der Saisonabschlussfeier bedankte sich Vorsitzender Erwin Eibner auch noch bei Günther Beckenbauer für seine 40-jährige Mitgliedschaft beim FSV. Ingo Dressel erhielt für 30 Jahre Treue zum Verein ebenfalls eine Ehrenurkunde überreicht. Andreas und Arthur Rackl, Volker Klärig sowie Alexander Paulus wurden für 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für geleistete 300 bzw. 400 Spiele erhielten Norbert Butz und Rainer Regler Dankesurkunden. In sportlicher Hinsicht gab es nichts zu feiern, denn die Erste ist in die Kreisklasse abgestiegen. Die Reserve erreichte einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Trotzdem war die Stimmung gut, denn nach dem Doppelaufstieg in den Jahren 2008 und 2009 mit dem neuen Spielertrainer Giuseppe Mele, der ein weiteres Jahr verlängert hat, war nicht zu erwarten, dass sich der FSV über längere Zeit dort oben halten kann, vor allem nachdem einige bewährte Kräfte 2010 die Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben. Spielleiter Matthias Schneider zeichnete Florian Götz dafür aus, dass er in der vergangenen Saison alle 33 Spiele bestritten hat. Außerdem überreichte er ihm als bestem Torschützen (15 Tore) die Torjägerkanone. In der Reserve holte sich diese der 47-jährige Peter Wichert aus Vogelthal mit 18 Toren. Alexander Paulus wurde zusätzlich für den häufigsten Einsatz als Reservespieler geehrt. |
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