Sorge um das Ortsbild von Kottingwörth |
Bei der Jahresversammlung des Vereins für Tradition und Kultur in Kottingwörth (VfTK) rückte ein aktuelles Problem in den Mittelpunkt der Aussprache: Die Kottingwörther fürchten um ihr angestammtes Ortsbild, und zwar durch die verstärkten Aktivitäten eines oder mehrerer Biber. Entlang der Altmühl fällen sie einen Baum nach dem anderen, was vielen Bewohnern sehr sauer aufstößt. Dagegen soll nun eingeschritten werden. Feuerwehrkommandant Martin Beckenbauer informierte die Anwesenden ausführlich über verbotene und erlaubte Maßnahmen gegen den unter Naturschutz stehenden Nager, nachdem er sich zuvor eingehend beim Landratsamt darüber informiert hatte. Als letztlich einzige realistische und auf Dauer wirkungsvolle Maßnahme schlug er eine Umzäunung der bisher noch nicht geschädigten Bäume vor, und dies möglichst bald. Das dafür benötigte Material sei bereits vom Landkreis zur Verfügung gestellt worden. Kurzfristig wurde auf der Versammlung vereinbart, die Arbeiten am Ostersamstag mit freiwilligen Helfern durchzuführen. Treffpunkt ist um 9 Uhr vor dem Gemeinschaftshaus. Alle Dorfbewohner sind zur Mitarbeit aufgerufen. Gerhard Paulus, der Vorsitzende des VfTK, konnten zu Beginn der Versammlung auch die Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht und Stadtrat Johannes Regnath begrüßen. Bei seinem Tätigkeitsbericht blickte er auf die zahlreichen Aktivitäten zurück, unter anderem auf das sich über zwei Juli-Wochenenden erstreckende Dorffest mit Wattturnier und drei Theateraufführungen sowie auf die Außenrenovierung des Gemeinschaftshauses. Bei dieser Sanierungsmaßnahme sei seiner Meinung nach das freiwillige Engagement sehr bescheiden gewesen. In erster Linie hätten dabei nur Vorstandsmitglieder einzelner Vereine mitgeholfen. Auch Brigitte Frauenknecht zeigte sich als ehemalige Vorsitzende des VfTK enttäuscht über die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement. Das Gemeinschaftshaus werde von allen Vereinen und Gruppierungen und damit von sehr vielen Personen genutzt. Der Verein schließe das gesamte Dorf mit ein und deshalb sei der Besuch der Versammlung mit 30 Personen und ebenso die Zahl der freiwilligen Helfer bei den Aktionen für das Gemeinschaftshaus auch für sie sehr enttäuschend. Sie appellierte wieder einmal an alle, die Vorstandschaft nicht alleine zu lassen. Daneben stellte die Bürgermeisterin den Plan des neuen Baugebietes vor, in den alle verkauften, vorgemerkten und noch frei verfügbaren Bauplätze eingezeichnet waren. Demnächst werde er auch im Internet veröffentlicht und somit auch für Auswärtige einsehbar, was wohl die Nachfrage steigern werde. Gerhard Paulus blickte am Schluss noch auf die kommenden Monate voraus. Als nächste Termine stehen das Maibaumaufstellen und der in den letzten Jahren mit nur enttäuschend wenigen Freiwilligen bewerkstelligte Frühjahrsputz des Gemeinschaftshauses an. Am 24. September werde im Treffer Stadel ein Konzert mit der weithin bekannten einheimischen Band MistleToe & Ivy stattfinden. Auf dem Programm stünden eine Mischung aus bereits bekannten irischen Folksongs und Eigenkompositionen. Über den Beginn des Kartenvorverkaufs werde rechtzeitig informiert. Den Abschluss der Versammlung bildete eine Fotoshow über die Altmühlregulierung und die Hochwasser in der Vergangenheit und Gegenwart. Dabei kam der erst vor wenigen Tagen gekaufte Beamer erstmals zum Einsatz. |
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