Ankämpfen gegen „Null-Bock-Einstellung“ |
Bei ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr während des Jahresabschlussgottesdienstes bedankte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Schmidt für das große Engagement einiger Gläubiger in der Pfarrei Kottingwörth. Gleichzeitig geißelte sie aber auch die „Null-Bock-Einstellung“, die sich zunehmend breit mache. Diese habe sich insbesondere bei der Suche nach neuen Mesnern gezeigt, die sehr „holprig“ verlaufen sei. Dank der Bereitschaft von Anna Händl und Annemarie Legl, den langjährigen Mesner Xaver Meyer zu unterstützen, habe die Situation nach der Verabschiedung von Bettina Neger nach deren viereinhalb jähriger Ausübung des Ehrenamtes noch im letzten Moment entschärft werden können. Nach wie vor würden aber Pfarrblattausträger für zwei Bereiche des Dorfes gesucht. Marianne Schmidt appellierte an die wie beim Volkstrauertag auffällig wenigen anwesenden Gläubigen, sich mehr in der Pfarrei zu engagieren: „Meiner Meinung nach gehört es zur Pflicht eines jeden Christen, sich in irgendeiner Weise für die Allgemeinheit einzusetzen.“ In diesem Zusammenhang bedankte sie sich bei Veronika Beckenbauer für ihre Bereitschaft, sich als zusätzliche Lektorin zur Verfügung zu stellen. Aus der Statistik der Pfarrei Wie in den vergangenen Jahren konnte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende bei ihrem detaillierten Rückblick erneut an vielfältige kirchliche und kulturelle Veranstaltungen erinnern. Dabei nannte sie auch einige interessante Zahlen: Sechs Kinder wurden getauft, acht, jeweils vier aus Kottingwörth und Vogelthal, feierten Erstkommunion. Das Sakrament der Firmung empfingen neun Kinder, vier Paare traten vor den Traualtar. Insgesamt waren fünf Sterbefälle in der Pfarrei mit ihren Filialen Grögling, Leising und Vogelthal zu beklagen. Verschobene Kirchenrenovierung Im Auftrag von Kirchenpfleger Reinhard Schmidt ging Marianne Schmidt auch auf die anstehende Renovierung der Pfarrkirche ein, die eigentlich schon lange hätte beginnen sollen. Aber nach dem überraschenden Abzug von bereits zugesagten staatlichen Fördermitteln sei die Sanierung vom Staatlichen Hochbauamt unterbrochen und das bereits aufgebaute Gerüst im Frühjahr wieder entfernt worden. Im Moment warte man mit Zuversicht ab, dass die „eingefrorenen Gelder“ im Jahr 2011 fließen werden. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 366 000 Euro. Der Eigenanteil der Kirchenstiftung betrage 42250 Euro. Im abgelaufenen Jahr seien bei Kollekten 11707 Euro eingegangen. Nach verpflichtenden Abgaben verblieben knapp 7000 Euro in der Pfarrei, die noch durch eine Spendensumme von fast 2000 Euro ergänzt werden können, wofür sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende herzlich bedankte. |
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