Der Beste war der Schlechteste

Ein kurioses, typisch faschingsgemäßes Ergebnis erbrachte der kurzweilige Schießwettkampf der „Aktiven Herren“ des FSV Kottingwörth gegen den FC Bayern Fanclub „Altmühl-Power `02“ und den Schützenverein Badanhausen am Samstagabend im Gasthaus Heid in Pfraundorf. Norbert Butz von der FSV-AH hatte beim Luftgewehrschießen mit 43 Ringen zwar das beste Ergebnis erzielt, erhielt aber zu seiner großen Überraschung die Schlusslicht-Laterne überreicht. Er war nun einmal vom Durchschnittsergebnis 27,33 Ringe der drei Organisatoren Andreas Schmidt (zweiter Vorsitzender der Schützen), Michael Finkenzeller (Chef der Bayernfans) und AH-Leiter Wolfgang Muschaweck am weitesten entfernt.
Diese ungewöhnliche Vereinbarung galt auch für die Teamergebnisse: Wer das Durchschnittsergebnis der drei mit dem größten Abstand verfehlt – egal ob im negativen oder positiven Bereich – der hat verloren und muss die 50 l Bier zahlen. 25 Teilnehmer von der AH, darunter auch zahlreiche schießwütige Damen, hatten eine Menge Spaß beim Zielen auf die fünf kleinen Zielscheiben. Allerdings benötigten die allermeisten eine geduldige, fachkundige Einweisung beim Hantieren mit dem ungewohnten Luftgewehr und auch hilfreiche Tipps beim Anvisieren der Zielscheiben. Trotzdem war die Munitionsverschwendung erheblich, denn die meisten brauchten teilweise deutlich mehr als fünf Schuss, bis auf allen fünf Zielscheiben ein verwertbares Ergebnis zu erkennen war. Nachdem auch die 26 Gegner vom Fanclub und Schützenverein, darunter viele Nachwuchsschützen,  geschossen hatten, traten die drei Organisatoren an, um den bereits genannten entscheidenden Durschnitts- und Richtwert zu ermitteln. Letztendlich erreichten die Besucher aus Kottingwörth ein achtbares Ergebnis, zogen aber trotzdem den Kürzeren: Mit durchschnittlich 23,72 Ringen  waren sie doch etwas weiter vom Richtwert entfernt als ihre einheimischen Wettkampfgegner, die diesen mit ihren 27,38 Ringen fast haargenau trafen. Somit war klar, wer das Bier zu zahlen hatte. Aber das war der Spaß allemal wert!


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verfasst von Josef Wittmann; veröffentlicht am 7.2.2010 von Josef Wittmann