Beim Jahresabschlussgottesdienst
der Pfarrei Kottingwörth informierte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende
Marianne Schmidt nach ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr auch
über die bereits angelaufene, aber ins Stocken geratene notwendige
Kirchenrenovierung. Im Auftrag von Kirchenpfleger Reinhard Schmidt ging
sie ausführlich auf den derzeitigen Stand der anstehenden Arbeiten
ein: Seit der Einrüstung des Ostturms im September 2008 hätten
zur Schadensfeststellung mehrere Ortstermine mit Fachleuten vom Landesamt
für Denkmalpflege, vom Staatlichen Hochbauamt, von der Regierung
von Oberbayern und vom Bistum Eichstätt stattgefunden. Dabei seien
auch Kirchenrestauratoren und Statiker hinzugezogen worden. Inzwischen
liege eine ausführliche Dokumentation der schadhaften Stellen in
der Vituskapelle sowie an der Außenfassade der Kirche, am Gesims
der beiden Türme und auch in Teilbereichen des Dachstuhls vor. Für
die festgestellten Schäden existiere bereits ein Renovierungskonzept.
Die Kirchenstiftung Kottingwörth müsse nun endgültig darüber
entscheiden, ob die geplante Sanierung finanzierbar sei.
Die Renovierungskosten seien vom Staatlichen Hochbauamt im Rahmen einer
sogenannten „Baufallschätzung“ auf 366 000 Euro geschätzt
worden. Da der Freistaat Bayern den größten Teil der Baulast
trage, würden die Arbeiten auch von diesem Amt überwacht, sodass
die Ausschreibungen, die Auftragsvergabe sowie die Bau- und Kostenüberwachung
in staatlicher Hand liegen. Wie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende weiter
ausführte, habe der Freistaat Bayern im Haushaltsjahr 2010 bereits
197 000 Euro für das Projekt eingeplant. Die restlichen 169 000 Euro
seien als „kirchlicher Anteil“ deklariert. Das Diözesanbauamt
habe einen fast sechsstelligen Betrag in Aussicht gestellt. Auch vom Landesamt
für Denkmalpflege und von anderen öffentlichen Geldgebern, zum
Beispiel von der Stadt Beilngries und vom Landkreis Eichstätt, seien
Zuschüsse zu erwarten. Marianne Schmidt betonte jedoch, dass die
Kirchenstiftung Kottingwörth trotz allem selbst eine enorme Summe
aufbringen müsse und das Projekt ohne Eigenleistung und zusätzliche
Spenden nicht zu finanzieren sei.
Man könne zuversichtlich sein, dass die versprochenen Zuschüsse
in den nächsten Wochen bewilligt und die ersten Ausschreibungen veröffentlicht
werden können, sodass dann im Frühjahr hoffentlich die ersten
Handwerker auf dem seit Monaten leeren Gerüst zu sehen sind.
Rückblick auf 2009
Zuvor hatte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende das vergangene Jahr in der
Pfarrei Revue passieren lassen. Neben den obligatorischen kirchlichen
Festen und den Veranstaltungen mit den Ministranten aus Kottingwörth,
Vogelthal, Grögling und Leising - wie der erst im Dezember stattgefundenen
Adventsfeier - seien hier nur drei aus der langen Liste der Aktivitäten
genannt: der Seniorennachmittag im Juni, die Lichterprozession im Oktober
und die Aktion „1 000000 Kinder beten den Rosenkranz“, an
der sich 28 Kinder beteiligten.
In der Pfarrei mit ihren 532 Katholiken gab es 2009 in Kottingwörth
vier, in Vogelthal eine Taufe, in beiden Orten jeweils eine Trauung. In
Kottingwörth waren vier Sterbefälle zu beklagen. Nur ein Kind
wurde gefirmt, zwei Mädchen und fünf Buben empfingen erstmals
die hl. Kommunion.
Marianne Schmidt und Pater Joseph Alangattukaran bedankten sich für
die über 11000 Euro an Spenden, von denen 6840 Euro in der Pfarrei
verblieben seien. Zugleich sprachen sie allen ihren Dank aus, die zum
Gelingen des Zusammenlebens in der Pfarrei beigetragen haben.
Pfarrgemeinderatswahlen
Marianne Schmidt blickte auch schon auf die am 7. März anstehenden
Pfarrgemeinderatswahlen voraus und rief die Gläubigen zur Kandidatur
auf. Mindestens 12 Wahlvorschläge seien für eine ordentliche
Wahl der neun Mitglieder des Pfarrgemeinderats vonnöten. Wählbar
seien alle Katholiken ab 16 Jahre. Bis Mitte Februar müsse eine Kandidatenliste
erstellt werden. Demnächst werde in der Kirche eine Wahlurne für
Vorschläge aufgestellt.
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